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Festgeld und Anleihen


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Man kann Gelder für eine bestimmte Zeit festlegen. Das kann in Form von Festgeld bei einer Bank geschehen oder in Form einer Anleihe, über die Staaten und Unternehmen einen Teil ihres Finanzbedarfs decken.

Vom Rendite-/Risikoprofil her kann man Festgeld ähnlich wie Tagesgeld ansehen, wobei die Renditen i.d.R. je nach Laufzeit höher ausfallen. Die Einlagensicherung greift auch hier. Details zu Zinsen, Einlagensicherung etc. sind dem Angebot der jeweiligen Bank zu entnehmen.

Man kann der Bundesrepublik Deutschland Geld leihen, indem man beispielsweise Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit kauft und bis zur Fälligkeit hält. Wertschwankungen gibt es bei dieser Verfahrensweise nicht (sofern die Bonität der Bundesrepublik gewahrt bleibt).

In normalen Zeiten gelten Bundesanleihen als ausgesprochen sicher, und auch heute, in der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit Jahrzehnten, ist diese Sicherheit akut gegeben. Ob dies auch für die Zukunft gilt ist eine andere Frage. Das Vertrauen in den Staat kann verloren gehen, und insbesondere die hübsche Idee des Euro steht auf tönernem Boden.

Aktuell ist der Zinssatz für langlaufende Bundesanleihen niedrig, so dass es wenig attraktiv ist, sich langfristig zu binden. Kauft man Anleihen mit einer Fälligkeit, die nur wenige Jahre in der Zukunft liegt, ist die Rendite zwar noch etwas niedriger, aber man ist dafür flexibler.

Vor allem bei hohen Investitionssummen empfiehlt es sich, die Investition aufzuteilen. Anleihen an Staaten mit vergleichsweise geringer Verschuldung und einer Währung, die man für tendenziell stabiler erachtet als den Euro, stellen dabei die erste Wahl dar. Kandidaten für derartige Länder sind beispielsweise Norwegen, Schweden und Kanada je nach persönlicher Einschätzung.

Fremdwährungsanleihen haben naturgemäß ein Währungsrisiko, die Kursentwicklung der Fremdwährung kann negativ sein. Zur Risikodiversifizierung sind sie dennoch sinnvoll, denn dadurch macht man sich nicht nur von der Bonität Deutschlands bzw. der EURO-Länder als Ganzes unabhängig, sondern auch vom Wert des EURO. Wer das Fremdwährungsrisiko scheut, greift zu Anleihen, die auf EURO lauten. Solche gibt es beispielsweise für Kanada.

Da die früher als bombensicher angesehenen Staatsanleihen zurecht dieses Image verloren haben, ist es keine schlechte Idee, teilweise in Anleihen an solide Unternehmen zu investieren. Auch dies ist ein sinnvoller Bestandteil einer risikostreuenden Strategie.


Angebot und Nachfrage

Ein Nachteil des Haltens einer Anleihe bis zur Fälligkeit ist, dass die Gelder längerfristig gebunden sind. Muss man vorzeitig Anleihen verkaufen, richtet sich der erzielte Preis nach Angebot und Nachfrage. Dabei geht im wesentlichen ein, ob das Zinsniveau seit dem Ankauf gestiegen oder gefallen ist, oder ob sich die Bonität des Schuldners verändert hat. Steigt das Zinsniveau, werden neu ausgegebene Anleihen für Anleger attraktiver. Bestehende Anleihen mit ihrem niedrigeren Zinssatz werden zum Ausgleich billiger. Umgekehrt steigen die Kurse von Anleihen, wenn das Zinsniveau fällt. Lang laufende Anleihen sind von diesem Mechanismus stärker betroffen als solche mit kurzer Laufzeit, weil sie die Änderung im Zinsniveau über eine größere Anzahl Jahre ausgleichen müssen.




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www.horst-albrecht.de Stand: 10.1.2016