Komplexes einfach · Themenübersicht · Rechtliches · Verfasser · Kontakt

Mathematik


Grundschulkinder fördern

Wie Kinder gut lernen

Lernen mit Wohlfühlfaktor

Aufmerksamkeits-Lenkung

Ungünstige Interaktionen

Raumlage-Wahrnehmungsstörungen

Mathematik

Anschauungsmaterialien

1. Schuljahr

Elementares Zahlenverständnis

Addieren im Zahlenraum bis 10

Subtrahieren und Ergänzen im Zahlenraum bis 10

Verliebte Zahlen

Der Zwerg-Riesen-Trick

Addieren mit Zehnerübergang

Subtrahieren mit Zehnerübergang

Die Zahlen bis 39

2. Schuljahr

Die Zahlen bis 100

Addieren und Subtrahieren

Ergänzen auf 100, Verdoppeln, Halbieren

Multiplizieren

Erstlernen Einmaleins

Sachaufgaben

3. Schuljahr

Nachhaltiges Einmaleins

Dividieren

Sachaufgaben

4. Schuljahr

Die Zahlen bis 1.000.000

Sachaufgaben

Deutsch


Wie in der Einleitung 'Grundschulkinder fördern' beschrieben habe ich ein Minimalsystem an Lernblöcken gefunden, das den Kindern weiterhilft. Wie wichtig das ist einschließlich der effizienten Vermittlung eines Lernblocks, habe ich in der Einleitung anhand der Problematik des kleinen Einsminuseins geschildert.

Was für das kleine Einsminuseins gilt, gilt auch fürs kleine Einmaleins. Ein leicht zu erlernendes strukturiertes Lernsystem tut not. Unstruktiertes Üben hilft nicht beim Ersterlernen des Einmaleins, dazu sind es einfach zu viele Aufgaben.


Problemfeld stellenweises (ziffernweises) Rechnen

Bei den schriftlichen Rechenverfahren wird stellenweise gerechnet. Leistungsschwache Schüler mögen die schriftlichen Rechenverfahren, weil durch das stellenweise Rechnen das Rechnen mit großen Zahlen auf das Rechnen mit kleinen Zahlen reduziert wird.

Nicht wenige leistungsschwache Schüler versuchen, auch außerhalb des Rahmens der schriftlichen Verfahren stellenweise zu rechnen. Solange kein Stellenübertrag auftritt, führt das zu richtigen Ergebnissen, so dass sie sich in ihrem Tun bestätigt fühlen. Zumindest bei der Subtraktion verrechnen sie dann einen Übertrag aber oft nicht korrekt und verändern mangels Problembewusstseins eher die Aufgabenstellung (rechnen statt '62-38' '68-32': 'Klappfehler').

Das stellenweise Rechnen, auch wenn es korrekt durchgeführt wird, trägt nicht dazu bei, ein Gefühl für große Zahlen zu entwickeln. Anders als das zählende Rechnen behindert das stellenweise Rechnen den Aufbau der Zahlvorstellung großer Zahlen.

Aus diesem Grund empfinde ich die halbschriftlichen Verfahren für bedeutsamer als die schriftlichen Verfahren. Die halbschriftlichen Verfahren eignen sich auch als Grundlage für das Kopfrechnen, insbesondere für das überschlagsmäßige Kopfrechnen.

Die wichtigste Maßnahme gegen das ziffernweise Rechnen ist der Aufbau einer nachhaltigen bildhaften Vorstellung der Zahlsymbole, die die 73 als '3 und 70' auffasst und nicht als '3 neben der 7'. Die Dezimalzerlegung '3 und 70' lässt sich optimal mit den Montessori-Zahlenkarten und noch konsequenter (weil nachhaltiger) mit der Zahlzerlegungs-Schreibweise darstellen.

Da viele in der Grundschule vermittelten Rechenfertigkeiten auf Dezimalzerlegungen basieren, sind diese Darstellungsarten auch ideale Veranschaulichungsmaterialien für diese Rechenoperationen.

Die auf der Dezimalzerlegung basierende Zahlsymbolik begegnet auch den Zahlendrehern, von denen vor allem Kinder mit Raumlage-Wahrnehmungsstörungen betroffen sind. Mit der Zahlzerlegungs-Schreibweise lassen sich Zahlendreher konsequent bekämpfen. Ich beginne mit dieser Darstellung gegen Ende des 1. Schuljahrs, wenn es um die Subtraktion mit Zehnerübergang geht, und nutze sie bis weit ins zweite Schuljahr hinein. Beim Multiplizieren verzichte ich dann wieder darauf.


Methoden wählen, die den Kindern entgegenkommen

Sofern nicht ausdrücklich etwas dagegen spricht, empfiehlt es sich, mit von den Kindern als natürlich empfundenen Methoden zu arbeiten.

Das betrifft beispielswesise das zählende Rechnen im 1. Schuljahr, solange es sich auf einfache Aufgaben der Art +1, +2, +3 und -1, -2, -3 bezieht. Anfangs rechnen die Kinder natürlicherweise zählend, und mit der Zeit kennen sie die Ergebnisse dieser einfachen Aufgaben auswendig. Man sollte dies aktiv unterstützen.

Im 2. Schuljahr rechnen die Kinder Aufgeben wie 56 + 23 gerne so, dass sie die Einer und die Zehner zusammenzählen. Dabei haben sie auch mit einem eventuellen Zehnerübergang beim Einer-Zusammenzählen in der Regel keine Probleme.




> Anschauungsmaterialien > Seitenanfang



www.horst-albrecht.de Stand: 20.7.2018